Leo Mayr – Wer Visionen hat soll zum Arzt gehen.


Fotos: Erwin Kovacs

Starrend und nahezu regungslos stehen sie in der Gegend herum. Die Keramik-Skulpturen von Leo Mayr sind eine Sammlung von Alltagsbeobachtungen. Wir sehen nicht die oberen 10.000 die wir tagtäglich in den Medien betrachten können. Sie zeigen die Unsichtbare Mitte und auch das was vermeintlich darunter liegt. In ihrem Starren zeigt sich die Überforderung durch die Zumutungen des Alltags.

„Erscheinen seine Figuren, die häufig nach ihren Attributen betitelt sind, aus ihrer Umgebung katapultiert, so entfalten sich in seinen Zeichnungen und Gemälden Szenerien. Und was für welche! Häufig sind es fantastische Begegnungen, manchmal inspiriert von kunsthistorischen Sujets, auf die der Künstler in Museen gestoßen ist. Hier steht niemand mit den Beinen fest am Boden, sondern hier passiert das Unmögliche und Rätselhafte, Katzen rauchen überdimensionale Pfeifen, Menschen sammeln sich zu mysteriösen Zusammenkünften im Wald, ein Paar schaut zu, wie aus einer schwarzen Kiste Gewölk entweicht. Es sind die absurden, surrealen Gegenwelten zu jener Realität, die Mayrs Figuren bewohnten, bevor der Künstler sie ihr entrissen hat.“ (Nicole Schedelmayer 2020)
www.leomayr.at

Ausstellung vom 8 Februar bis 20. März 2021
Unter den aktuellen Covid-19 Bestimmungen.
Öffnungszeiten: Mo. 14 – 18 Uhr, So. 11 – 13 Uhr und nach Vereinbarung